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Corona: Informationen zu Finanzhilfen

+++ Aktualisiert am 20. April 2020 +++

Das Coronavirus führt derzeit nicht nur zu massiven Einschnitten im Alltag, es bedroht auch zahlreiche Dienstleister in ihrer Existenz. Wir möchten Sie in dieser Situation bestmöglich unterstützen und arbeiten weiterhin täglich daran, neue potenzielle Kunden für Sie zu finden. Darüber hinaus haben wir Ihnen Information zu den aktuellen Hilfsmaßnahmen des Staats zusammengestellt, mit Hinweisen wie Sie diese in Anspruch nehmen können.

In der folgenden Übersicht stellen wir Ihnen deshalb einige Maßnahmen und Angebote vor, die geschaffen wurden, um die Auswirkungen der Krise für Sie zu mildern:

Soforthilfen

Die Bundesregierung hat umfassende Soforthilfen für kleine Unternehmen, Solo-Selbständige und Angehörige der Freien Berufe angekündigt. Diese Hilfsgelder sind als Zuschüsse angelegt. Das heißt, Sie müssen das Geld nicht zurückzahlen – anders als zum Beispiel bei Überbrückungskrediten.

Die Soforthilfen gelten für alle Wirtschaftsbereiche und sind, was die Unternehmen angeht, auf Unternehmen mit bis zu 10 Beschäftigten beschränkt. Insgesamt stehen 50 Milliarden Euro zur Verfügung. Falls Sie wegen Corona Einnahmeausfälle haben und deshalb nun in finanziellen Schwierigkeiten sind, können Sie folgende Hilfsgelder beantragen:

  • bis 9000 Euro Einmalzahlung für 3 Monate bei bis zu 5 Beschäftigten
  • bis 15.000 Euro Einmalzahlung für 3 Monate bei bis zu 10 Beschäftigten

Die Anträge müssen bei den zuständigen Landesbehörden gestellt werden. Unter folgenden Links finden Sie alle Informationen zur Antragsstellung für Ihr jeweiliges Bundesland:

Wie genau die Antragstellung abläuft, ist von Bundesland zu Bundesland komplett unterschiedlich geregelt. In einigen Bundesländern gibt es zudem  die Möglichkeit, auch für Unternehmen mit mehr als 10 Mitarbeitern Soforthilfen zu erhalten. Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie ebenfalls in den Links oben.

Kurzarbeit

Sollten Sie ein Unternehmen mit mindestens einem sozialversicherungspflichtigen Angestellten führen, haben Sie die Möglichkeit für wenig beschäftigte Mitarbeiter Kurzarbeit zu beantragen. So können Sie Arbeitsplätze sichern, aber gleichzeitig Ihr finanzielles Risiko senken. Unternehmen können für diese Mitarbeiter Lohnkosten und Sozialabgaben von der Bundesagentur für Arbeit bezahlen lassen. Dort ist auch der Antrag für Kurzarbeit einzureichen.
Weitere Infos zum Thema Kurzarbeit:
https://www.arbeitsagentur.de/news/kurzarbeit-wegen-corona-virus

Steuerliche Liquiditätshilfe

Sie haben zahlreiche Möglichkeiten beim Thema Steuern in der aktuellen Situation Geld zu sparen. So können Sie zum Beispiel einen Antrag auf Steuerstundungen oder einen Antrag auf Herabsetzung der Steuervorauszahlungen stellen. Zudem verzichten die Finanzbehörden bis zum 31.12.2020 auf Vollstreckungsmaßnahmen bzw. Säumniszuschläge, sofern Ihr Unternehmen Steuerschulden hat und von der Corona-Krise betroffen ist. Falls Sie mit einem Steuerberater zusammenarbeiten, empfehlen wir Ihnen, sich mit diesem über Ihre Situation und Maßnahmen zur Sicherung Ihrer Liquidität zu unterhalten. Ferner finden Sie auf den Webseiten der meisten Finanzämter Informationen zu Finanzhilfen.

Corona-Schutzschild

Die Bundesregierung hat ein umfassendes Hilfsprogramm für Unternehmen und Selbstständige aus allen Branchen angekündigt. Dieses wird über die staatliche Förderbank KfW aufgelegt. Insgesamt stehen 460 Milliarden Euro an Hilfsmitteln zur Verfügung für wirtschaftlich Betroffene der Coronakrise. Bei Bedarf kann das Schutzschild um weitere 90 Milliarden aufgestockt werden. Teil des Hilfsprogramms sind Unternehmerkredite für Unternehmen, die mindestens 5 Jahre am Markt sind und Gründerkredite für Unternehmen, die weniger als 5 Jahre am Markt sind. Außerdem legt die KfW ein Sonderprogramm zur Liquiditätssicherung auf, dieses muss aber noch von der EU genehmigt werden. Da die KfW keine eigenen Filialen hat, läuft die Beantragung über Ihre Hausbank.
Auf der Webseite der KfW finden Sie alle weiteren Informationen zu diesem Thema: https://www.kfw.de/KfW-Konzern/Newsroom/Aktuelles/KfW-Corona-Hilfe-Unternehmen.html

Maßnahmen für Solo-Selbstständige

Für Solo-Selbstständige wird als Sofortmaßnahme die Grundsicherung mit dem Hilfspaket der Bundesregierung ergänzt und für die Dauer der Krise wird zudem die Vermögensprüfung ausgesetzt. Außerdem werden die tatsächlichen Aufwendungen für die Miete in jedem Fall als angemessen anerkannt – egal wie hoch die Miete ist. Das Gesetz gilt zunächst bis zum 30. Juni 2020.

Darüber hinaus könnten Selbstständige in der derzeitigen Situation Anspruch auf Leistungen aus einer Arbeitslosenversicherung haben, sofern sie eine solche freiwillig abgeschlossen haben. Kontaktieren Sie Ihre in diesem Fall die Bundesagentur für Arbeit und klären Sie, ob die derzeitige Situation abgedeckt ist.

Anspruch auf Verdienstausfall

Falls Sie sich selbst mit dem Coronavirus infiziert haben beziehungsweise eine gewisse Zeit in Quarantäne (vom Gesundheitsamt angeordnet) verbracht haben, besteht für Sie ein Anspruch auf Verdienstausfall. Wie hoch die Hilfsgelder hier ausfallen, hängt von Ihrem vorherigen Jahresverdienst ab. Wenden Sie sich hier an die örtliche Agentur für Arbeit.

Allgemeine Tipps und wichtige Kontaktdaten

Bei offenen Fragen sollten Sie auf jeden Fall Ihren Steuerberater kontaktieren. Häufig klären sich in einem solchen Gespräch bereits die drängendsten Themen. Falls sie nicht regelmäßig die Dienste eines Steuerberaters in Anspruch nehmen, lohnt sich auch eine Kontaktaufnahme mit der Agentur für Arbeit oder dem Finanzamt. Grundsätzliche Informationen erhalten Sie zudem telefonisch unter der Hotline 030 18615 1515 des Bundeswirtschaftsministeriums.

Ebenfalls informieren die lokalen IHK und HWK fortlaufend Ihre Mitglieder über die aktuellen Entwicklungen und haben häufig eine Hotline eingerichtet.

Wichtig: Trotz bestehender Ausgangsbeschränkungen in vielen Bundesländern dürfen Sie nach wie vor für berufliche Wege die eigene Wohnung verlassen. Falls sich an dieser Situation etwas ändert, erfahren Sie es auch hier. Dieser Blogbeitrag wird laufend aktualisiert.

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