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Neue Finanzhilfen: Das müssen Sie zur staatlichen Unterstützung wissen

Aktualisiert: 8. Januar 2021

Um die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Einschränkungen abzumildern, hat die Politik zahlreiche Hilfsmaßnahmen (Finanzhilfen) beschlossen. Mit diesem Blogpost will CHECK24 Profis Ihnen einen Überblick geben. Folgende Möglichkeiten gibt es für Solo-Selbstständige und kleine Unternehmen, staatliche Unterstützung zu bekommen:

Außerordentliche Wirtschaftshilfe für Solo-Selbstständige


Solo-Selbstständige können derzeit bis zu 5000 Euro außerordentliche Wirtschaftshilfe beantragen, sofern sie noch keine Überbrückungshilfe beantragt haben. Den Antrag auf Wirtschaftshilfe können Sie direkt stellen. Sie brauchen keine Unterstützung von Wirtschaftsprüfern oder Steuerberatern dafür. Hier gelangen Sie zum Antrag.
Wichtig: Nötig ist dafür ein ELSTER-Zertifikat. Alle weiteren Infos dazu finde Sie hier.


Novemberhilfen/Dezemberhilfen

Hierbei geht um finanzielle Soforthilfen. Diese sind vor allem für Profis aus den Bereichen Fitness und Event interessant. Sie bekommen bis zu 75 Prozent der Umsatzeinbußen vom Staat erstattet. Antragsberechtigt sind direkt oder indirekt Betroffene der Corona-Einschränkungen im November und Dezember 2020. Vor der Auszahlung der eigentlichen Hilfsgelder ist es zudem möglich, einen Teilbetrag als Abschlagszahlung vorab zu bekommen. Folgende Details sind bislang bekannt:

1.) Wer wird gefördert?
Antragsberechtigt sind Solo-Selbstständige und kleine Unternehmen mit bis zu 50 Mitarbeitern. Es gilt allerdings eine Einschränkung: Für vollständige Ansprüche müssen Sie von den Corona-Maßnahmen direkt betroffen sein.

Dies kann der Fall sein, wenn es Ihnen nicht möglich war, im November und im Dezember Ihre Dienstleistung auszuüben. Personal Trainer können zum Beispiel gute Chancen auf die Hilfen haben, weil Fitnessstudios geschlossen sind. Auch DJs oder Hochzeitsfotografen fehlt in der Regel die Grundlage zur normalen Ausübung ihres Berufs.

Als von den Maßnahmen indirekt betroffen gelten Sie hingegen, wenn Ihnen aufgrund des Lockdowns wesentliche Teile des monatlichen Umsatzes weggebrochen sind, den Sie normalerweise mit direkt betroffen Unternehmen erwirtschaftet hätten. Auch als indirekt Betroffene können Sie antragsberechtigt sein.

2.) Wie wird gefördert?
Die Novemberhilfe und die Dezemberhilfe wird jeweils als Zuschuss in Höhe von 75 Prozent des durchschnittlichen Umsatzes aus November/Dezember 2019 gewährt. Sollten Sie erst nach dem 31. Oktober 2019 ihre Geschäftstätigkeit aufgenommen haben, können Sie andere Bezugsgrößen wählen.

Beispiel: Wenn Sie im November 2019 insgesamt 5.000 Euro Umsatz erzielt haben, bekommen Sie für den November des Jahres 2020 insgesamt 3.750 Euro als Zuschuss vom Staat.

3.) Antragstellung
Die Antragsstellung ist derzeit möglich. Auf der Website der Überbrückungshilfe gelangen Sie zum jeweiligen Antragsformular. Die eigentliche Antragsstellung muss allerdings über einen Steuerberater oder einen Wirtschaftsprüfer erfolgen. So soll Missbrauch ausgeschlossen werden.

Wichtige Ausnahme: Solo-Selbstständige, die weniger als 5.000 Euro beantragen, sind von dieser Regel ausgenommen. Sie können den Antrag direkt ohne Unterstützung eines Steuerberaters selbst stellen.

4.) Abschlagszahlungen
Um den Betroffenen besonders zeitnah zu helfen, hat sich die Bundesregierung dazu entschieden, einen Teil der Hilfen bereits vorher als Abschlagszahlung auszuzahlen. Kleine Unternehmen können so zeitnah bis zu 10.000 Euro bekommen. Für Solo-Selbstständige sind bis zu 5.000 Euro möglich. Die restlichen Gelder (also der Teil, der Ihnen zu 75 Prozent Umsatz noch fehlt) sollen dann ebenfalls zeitnah ausgezahlt werden.

5.) Häufige Fragen
Falls Sie weitere Fragen haben, lohnt sich ein Blick auf die FAQ-Seite des Bundesministeriums für Finanzen.

Überbrückungshilfen

Seit Juli 2020 gibt es Überbrückungshilfen für kleine Unternehmen und Solo-Selbstständige, die wegen der Corona-Maßnahmen in Not geraten sind. Diese Hilfen werden jetzt verlängert bzw. sogar ausgebaut. Grundsätzlich geht es um Zuschüsse zu betrieblichen Fixkosten. Alle weiteren Details finden Sie auf der Plattform der Überbrückungshilfe.


KfW-Schnellkredite

Hierbei geht es um Kredite bis zu 300.000 Euro. Diese Kredite können Sie ohne Kreditrisikoprüfung bekommen. Das heißt, es wird nicht geprüft, ob Sie für den Kredit infrage kommen. Der Bund übernimmt das Risiko. Alle weiteren Details zu den Schnellkrediten finden Sie auf der Corona-Website der KfW.

CHECK24 Profis

Auch wir möchten Sie in dieser schwierigen Zeit bestmöglich unterstützen. Daher hat sich CHECK24 Profis entschieden, bis zum 31.03.2021 weiterhin keine Nutzungsgebühr für die Verwendung des Online-Bezahlsystems zu erheben.

Weitere Hilfsmaßnahmen

Zahlreiche weitere Finanzhilfen aus dem ersten Lockdown im Frühling sind nach wie vor gültig. Diese können Sie weiterhin an verschiedenen Stellen beantragen. Einen genaueren Überblick verschafft diese Grafik des Bundesministeriums für Wirtschaft.

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