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So vielfältig ist die Arbeit am Boden

Die Berufsfelder rund um den Fußboden sind so unterschiedlich wie die verschiedenen Böden an sich. Trotzdem beginnen alle Berufszweige am gleichen Startpunkt: Mit der Kundenbetreuung, denn jeder Kunde und jeder Raum stellt jedoch immer für sich eine neue individuelle Herausforderung dar.

Hier wollen wir die verschiedenen Berufszweige vorstellen. Dazu zählen der Bodenleger, der Parkettleger, der Estrichleger und der Raumausstatter.

Arbeiten als Bodenleger

Aufgabenbereiche: Die Aufgaben des Bodenlegers beginnen mit der Kundenbetreuung. Während dieser wählen Sie gemeinsam mit dem Kunden die zu verarbeitenden Materialien und Farben aus, zeigen Muster und helfen bei Unentschlossenheit fachkundig weiter. Im nächsten Schritt geht es an die Planung und Konzeption Ihrer Arbeit. Nach der Arbeitsvorbereitung und der Vermessung des Arbeitsbereiches folgt der letzte Schritt, das Zuschneiden und Verlegen der Materialien.

Ausbildungsinhalte: Die Ausbildung zum Bodenleger ist dual. Ab dem ersten Tag sind Sie dementsprechend in der Werkstatt und ein bis zwei Tage pro Woche in der Schule. Die Ausbildung kann mit einem Abitur oder einer vorhergehenden Ausbildung in einem ähnlichen Berufsfeld verkürzt werden. Die Ausbildungsvergütung beläuft sich im ersten Jahr auf 510 bis 536 €, im zweiten Jahr 555 bis 584,24 € und im dritten Jahr 610 bis 642 €. Nach der Ausbildung bieten sich Ihnen verschiedene Optionen. Zum einen können Sie direkt in einen Betrieb einsteigen, eine gute Note im Gesellenbrief vorausgesetzt, besteht die Möglichkeit eines weiterführenden Studiums auch ohne Abitur oder Sie trauen sich den Schritt in die Selbstständigkeit. Außerdem warten auf Sie viele Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten sowie unterschiedliche Spezialisierungen.

Boden
Quelle: Kzenon/Shutterstock.com
Der Beruf des Parkettlegers

Aufgabenbereiche: Auch hier steht die Kundenberatung an aller erster Stelle. Welches Holz wünscht der Kunde? Welches Verlegemuster soll das Parkett haben? Welches Material wird bevorzugt? All diese Fragen gilt es kompetent zu erklären. Im nächsten Schritt wird untersucht und gemessen. Mit Hilfe verschiedener Geräte ermitteln Sie das Raumklima, erstellen Sie Skizzen und Verlegepläne, bis es an die Materialbestellung und Terminvergabe geht. Nun geht es an die „Bodenarbeit“. Das Verlegen beginnt mit dem perfekten Untergrund, geht über das Zusägen des Parketts, den Zuschnitt für das geplante Muster bis hin zum Verlegen. Im letzten Schritt wird das verlegte Parkett mit Öl, Wachs, Kunstharz oder Lack versiegelt.

Ausbildungsinhalte: Auch diese Ausbildung ist dual und kann auf dieselbe Art verkürzt werden wie auch die Ausbildung des Bodenlegers. Die Ausbildungsvergütung beträgt im ersten Jahr 595 €, im zweiten Jahr 645 € und im dritten Jahr 715 €. Nach der Ausbildung haben Sie verschiedene Spezialisierungsmöglichkeiten oder die Option eines Studiums. Zu den Spezialisierungen zählen unter anderem das Verlegen und Restaurieren spezieller Parkettböden wie Industrieparkett oder Holzpflasterung, Isolierung und Dämmung, Kundenberatung und die Restauration alter Parkettböden.

Boden
Quelle: CapturePB/Shutterstock.com
Schaffen Sie als Estrichleger die richtige Grundlage für Böden

Aufgabenbereiche: Im ersten Arbeitsschritt muss der zu bearbeitende Untergrund vermessen und Untersucht werden. Bevor es ans Verlegen und Trocknen geht, wird der Boden vorbereitet und die Materialien angemischt. Ein weiterer wichtiger Bereich des Berufes ist die Sicherheit und Sauberkeit. Da Sie stets auf Baustellen mit anderen Unternehmen arbeiten, ist es wichtig, dass der Arbeitsplatz immer ordentlich, sauber und gesichert ist.

Ausbildungsinhalte: Wie auch alle anderen Ausbildungsberufe im Bereich „Boden“, ist auch dieser dual. Sie beginnen auf der Baustelle und gehen dann blockweise in die Berufsschule für die überbetriebliche Ausbildung in der Handwerkskammer. Die Ausbildungsdauer beträgt drei Jahre und kann ab der mittleren Reife oder mit einem besonders guten Notendurchschnitt auf zweieinhalb Jahre verkürzt werden. Die Ausbildungsvergütung wird in Ost und West unterschieden. Der Osttarif beträgt im ersten Lehrjahr 765 €, im zweiten Lehrjahr 970 € und im dritten Lehrjahr 1.190 €. Der Westtarif unterscheidet sich wie folgt im ersten Lehrjahr 850 €, im zweiten 1.200 € und im dritten Lehrjahr 1.475 €. Nach der Ausbildung hat man als Estrichleger gute Zukunfts- und Übernahmechancen. Außerdem bieten sich diverse Weiterbildungs- und Spezialisierungsmöglichkeiten. Zum Beispiel können Sie die Meisterschule absolvieren oder durch ein Studium zum Techniker Bauingenieur werden.

Leben Sie Ihre Kreativität als Raumausstatter

Aufgabenbereiche: Die Aufgabenbereiche des Raumausstatters beginnen mit der Kundenberatung. Welche Farben und Materialien für den Boden und die Wand wünscht sich der Kunde. Im nächsten Schritt wird gemessen, geplant, Materialien bestellt, verlegt und montiert. Der Beruf zeichnet sich allgemein durch eine sehr abwechslungsreiche Arbeit aus. Ein weiterer Teil der Arbeit ist das Polstern und Nähen. Geben Sie Sesseln, Stühlen oder Sofas ein neues Innenleben oder nähen Sie aus Stoffbahnen Vorhänge.

Ausbildungsinhalte: Die Ausbildung zum Raumausstatter ist dual. In den ersten zwei Lehrjahren haben Sie die Möglichkeit in verschiedene Teilgebiete reinzuschauen. Im dritten Lehrjahr legen Sie sich dann auf ein Gebiet fest. Auch diese Ausbildung kann mit Abitur oder einer bereits abgeschlossenen ähnlichen Ausbildung verkürzt werden. Die Ausbildungsvergütung im ersten Jahr beträgt 510-536 €, im zweiten Jahr 555-584,24 € und im dritten Jahr 610-642€. Nach Abschluss der Ausbildung gibt es die Möglichkeit die Meisterschule entweder in zwei Jahren Vollzeit oder in Kursen am Wochenende und an Abenden zu absolvieren. Mit dem erworbenen Meistertitel können Sie Ihren eigenen Betrieb eröffnen und Lehrlinge ausbilden.

Boden
Quelle: Photographee.eu/Shutterstock.com
Auf dem Fußboden liegt die Zukunft…

… und das stimmt in all diesen Fachbereichen. Gute Handwerker mit einer guten Ausbildung sind gefragter denn je und die Ausbildung im Bereich Boden ist zukunftsträchtig, wie die einzelnen Beschreibungen zeigen.

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